Warum wir einen neuen Feminismus brauchen – Gedanken zu Köln

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Vor kurzem musste ich mal wieder feststellen, dass einem das Leben manchmal erst ganz schön üble Streiche spielen muss, damit man aus seiner Deckung auftaucht und den Mund aufmacht. Am Tag nach Silvester saß ich mit Freund*innen in Hamburg bei der Pizzabande und schmiedete Pläne für das kommende Jahr. Unter anderem ging es darum, aufzuzählen, welche Dinge wir gerne tun würden – bis jetzt aber noch zu viel Angst davor hätten sie anzugehen. Meine Antwort war: “Mich noch mehr mit dem Thema Feminismus zu befassen und vor allem darüber zu schreiben!” Wie zu erwarten, waren die Reaktionen verhalten, aber durchaus nicht negativ.

Was mich bis jetzt davon abgehalten hat ? Keine Ahnung ehrlich gesagt, vielleicht die Stimmen in meinem Kopf die mir zuflüstern: “Ganz schwieriges Thema”, “Du weißt nicht genug darüber”, “Feminismus? Jetzt hör aber auf!” Doch nun ist der Moment gekommen, an dem ich all diese Gedanken mal rauslassen muss.

Als hätte ich es irgendwie geahnt, sah ich am darauffolgenden Tag die Schlagzeilen in meinem Newsfeed: “Übergriffe in der Silvesternacht”, die Online- und Printmedien sind voll davon. Was folgt, ist stundenlange Recherche, Reflexion und aufsteigende Angst. Und tatsächlich, das Ganze macht mir so viel Angst, dass ich anfange zu reden. Stundenlange Diskussionen mit Freund*innen über Facebook und WhatsApp. Das Fazit bis jetzt: Fassungslosigkeit und Ringen nach Atem, bei allen Geschlechtern.

NO MEANS NO!

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Was in Köln geschehen ist, hat nichts und zwar absolut GAR NICHTS mit Herkunft oder Hautfarbe der Täter zu tun und es läuft mir über alle Maße zuwider, dass die Taten der Silvesternacht, vor allem rechten und konservativen Strömungen stark in die Hände spielen, um weiter Hetze gegen Geflüchetete und Migrant*innen zu betreiben. Was hier geschieht, ist eine ungeheuerliche Vermischung von Ebenen, die bereits auf den ersten Blick jedem mittelintelligenten Schimpansen sauer aufstoßen sollte: Nämlich die Vermischung von Seximus / sexueller Gewalt mit Rassismus bzw. Xenophobie. Ich weiß, es mag einigen unglaublich erscheinen, aber es ist mir tatsächlich verdammt nochmal völlig Latte, wer zur Hölle nicht in meine Privatsphäre eindringt, wenn ich keinen Bock darauf habe.

Reißerische Meinungsmache an allen Ecken und Enden und die Sehnsucht nach einer Zeit “vor der rapeculture” ? Ich könnte wirklich brechen bei so viel Wortkotze und weiß nicht, ob ich weinen oder lachen soll, wenn VICE titelt “Die Rape Culture wurde nicht nach Deutschland importiert – sie war schon immer da” . Und das war sie tatsächlich, wie uns der #aufschrei eindrucksvoll bewiesen hat. Wir haben es hier nicht mit einem kulturellen Import zu tun, sondern mit einem globalen, strukturellen Problem, dem wir seit viel zu langer Zeit, viel zu stumm gegenüber stehen. Alleine in meinem Bekanntenkreis, weiß ich von einer handvoll Fällen sexueller Gewalt gegenüber Frauen und auch ich selbst fühle mich oftmals zurückgesetzt und degradiert, wenn mir in meiner Gruppenarbeit mit Kommilitonen ein ums andere Mal auf subtile Art und Weise ein Kompetenzdefizit unterstellt wird, einfach nur, weil ich eine Frau bin.

Glaubt man Barbara Steffens (nordrhein-westfälische Ministerin für Emanzipation, Grüne), sind bereits 50% aller Frauen* in Deutschland in ihrem Leben Opfer sexueller Belästigung geworden. Auch 2016 werden Frauen noch immer geringer entlohnt, zwangsverheiratet oder verstümmelt und werden durch ein feines und scheinbar unerschütterliches Netz von Machtstrukturen unterdrückt und in Opferpositionen gebracht. Alles olle Kamellen ? Emanzengeschwätz ? AUF’S MAUL! sage ich dazu und auch das macht es weder besser, noch ändert es etwas an der Situation – zumindest aber, gibt es meinem Ärger ein Ventil.

Wir alle stecken mit drin – ob wir wollen oder nicht

Alltagssexismus ist so normal geworden (oder schon immer gewesen), dass er sich so nahtlos in unsere Gesellschaft einfügt, wie die Hand auf meinem Arsch in dem viel zu vollen Club, der ich zu entgehen versuche und mir gleichzeitig denke: “Ich werde mir von keinem besoffenen Schwanzträger mein Recht auf meinen Platz im öffentlichen Raum nehmen lassen – PUNKT!”

Alltagssexismus und das Schweigen darüber müssen ein Ende haben und so zynisch es klingen mag, vielleicht gibt uns Köln endlich den nötigen Tritt in den Allerwertesten dies auch zu tun. Wo wir anfangen sollten ? Vielleicht damit, Sendungen wie Germany’s next Topmodel mit einer Gefahrenwarnung wie dieser hier zu versehen – oder das Format am besten direkt einzustampfen :

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Wann werden wir aufhören, die eine Hälfte der Weltbevölkerung zu objektifizieren, klein zu reden und zu unterdrücken? Und damit meine ich vor allem auch uns als Frauen. Wann hören wir auf, uns gegenseitig als “Schlampen” zu bezeichnen und damit eine Legitimationsgrundlage für sexuelle Übergriffe zu schaffen ? Wann werden wir aufhören uns gegenseitig als Konkurrenz zu betrachten und beginnen uns kollektiv dagegen aufzulehnen, dass das einzige Attribut, an dem unser Wert gemessen wird, unser Aussehen ist? Wann checken wir endlich, dass wir weibliche Promiskuität noch immer mit sozialer Verächtung abstrafen und die männliche im Gegenzug feuchtfröhlich feiern?

Können Männer Feministen sein ?

Viel zu lange habe ich tatsächlich geglaubt, dass es meine Aufgabe ist, männliche Fantasien zu erfüllen und meine eigenen Wünsche hinten anzustellen. Es klingt hart, aber auch ich bin durch dieselbe, weibliche Sozialisationsmaschinerie von Schönheitswettbewerben, Schlankheitswahn und der Brandmarkung als Mitglied des “schwachen Geschlechts” gegangen. Und wie so viele meiner männlich sozialisierten Mitmenschen, habe ich das Spiel mitgespielt, es als “normal” betrachtet und danach gelebt, ohne dies zu hinterfragen. Ebenso ist mir durchaus bewusst, dass auch Männer heutzutage in sehr enge Rollenkorsetts gezwängt werden und vielfach nach bestimmten gesellschaftlichen Normen agieren – daher ermutige ich euch, diese abzulegen und auch euch neu zu erfinden.

Selbstredend empören wir uns, wenn in Indien mal wieder eine Frau von einer Horde Männer auf offener Straße vergewaltigt wird – einer Machtdemonstration, die nur so vor sexueller Frustration und antiquierten Rollenbildern trieft – aber wenn dies vor unserer eigenen Haustür geschieht, ja wir sogar ein fundamentaler Teil dieses riesigen, phallusförmigen Komplexes sind oder werden – nichts als Schweigen und Tabuisierung. Dass auf dem Oktoberfest jedes Jahr dutzende Vergewaltigungen unter dem Deckmantel der “bayrischen Gemütlichkeit” verschwinden, oder der österreichische Nationalabgeordnete der ÖVP Marcus Franz öffentlich, rhetorische Rülpser wie: “Pograbschen kann übrigens zur Hochzeit führen” proklamiert, wird vielfach einfach verharmlost und abgetan.

Victim Blaming und Slut shaming stehen leider noch immer an der Tagesordnung. Opfer werden belächelt, das ihnen zugefügte Leid verharmlost und das führt viel zu oft zu noch mehr Schweigen und ganz sicher nicht zur vermehrten Anzeige und ohnehin schon erschwerten Aufklärung von Sexualstraftaten. Und so komme ich leider auch nicht umhin mich zu fragen, was los ist mit dem männlich sozialisierten Teil der Bevölkerung. Ist es so schwer, Frauen normal anzusprechen? Sind wir es in euren Augen nicht würdig, gleichbehandelt zu werden? Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, das Ausmaß der Oppression nachzuvollziehen, mit der wir Frauen unser Leben lang konfrontiert werden. Dass es befremdlich ist und beschämend, sich einzugestehen, dass man Teil dieser kollektiven Scheiße namens Patriarchat ist, aber es ist an der Zeit aufzustehen und zu zeigen, dass ihr mehr könnt, als mit dem Ding zwischen euren Beinen zu denken.

DISCLAIMERNatürlich sind das hier total dumme Pauschalisierungen und wahrscheinlich (oder hoffentlich) spreche ich in meiner Leserschaft genau die falschen Männer an, aber bitte fragt euch mal in einer stillen Minute, wie oft ihr schon nach dem Sex einfach eingeschlafen seid, ohne eure Partnerin zu umarmen oder ihr evtl. noch mal etwas mehr als die 3 Minuten rauf – rein – raus – runter zu geben? Wie oft habt ihr insgeheim gedacht: “Sie hat schon mit zu vielen Männern geschlafen – ekelhaft” und wie oft habt ihr (nicht) eingegriffen, wenn ihr Zeugen sexueller Belästigung wart ? Dies ist ein Aufruf, die Taten von Köln zum Anlass zu nehmen, auch mal im Bekanntenkreis über diese offensichtlichen Probleme zu diskutieren und mit Vorurteilen aufzuräumen. Vor allem aber aufzuzeigen, dass es an der Zeit ist, dass wir gemeinsam etwas tun müssen, um diese Gesellschaft von struktureller Unterdrückung, sexueller Gewalt und dem Machtgefälle zwischen Menschen zu bereinigen – und zwar gemeinsam.

Ein neuer Feminimus muss her

Erst handeln, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist ?! Das ist, riesen Überraschung (!), schon vor seeeehr langer Zeit passiert und ich denke, seit Köln möchte das auch niemensch mehr ernsthaft bezweifeln. Ich habe keine Lust mehr, mir von viel zu alten und überholten gesellschaftlichen Denk- und Verhaltensmustern diktieren zu lassen, wie ich leben darf. Dies ist kein Männerbashing und kein Emanzengehabe. Ich stehe auf Männer und habe ein intaktes Sexualleben, was hier nichts zur Sache tut, aber den wahrscheinlich folgenden, völlig unsachlichen Kritiken schon mal präventiv Einhalt gebieten soll. Schon traurig, dass ich das überhaupt erwähnen muss. Vielmehr habe ich versucht meinem stetig wachsenden Unmut gegenüber der weltweit scheinbar immer prekärer werdenden Lebenssituation von Frauen, einen Raum zu geben.

Wie kann man von jetzt auf gleich feministisch aktiv werden, fragst du dich vielleicht und auch darüber habe ich mir Gedanken gemacht. Es könnte z.B. durch einen Aufruf im Netz geschehen, für Toleranz einzustehen und sich allen konservativen Ideologen mit progressiven Posts gegenüberzustellen?! Quasi Kampf in den Köpfen und auf der Straße? Männer, * und Frauen, die sich gegenseitig ermahnen, respektvoll mit den Mitmenschen umzugehen ?! Das wäre doch was ! Diese grundlegenden Dinge müssen Teil einer demokratischen Erziehung werden und verstärkt Einzug in unsere Klassenzimmer finden. Vor allem aber müssen wir aufhören so zu tun, als gäbe es diese gravierenden Probleme nicht. Denn sie sind da – ob wir nun die Augen verschließen oder nicht. Man beachte, dass zum Beispiel Vergewaltigung in der Ehe erst im Jahre 1997 (!!!) in Deutschland zum Straftatbestand erklärt wurde. I MEAN .. REALLY ?

Wie können wir also als Menschheit, ein glaubwürdiges und respektvolles Revival des Feminismus erreichen und wie können wir die Feinde, gleichwohl die Grundvoraussetzungen für eine Gleichstellung aller Geschlechter ausmachen und befördern ? Was muss noch geschehen, damit wir nicht länger wegschauen und in der Schockstarre verweilen? Bitte lasst uns nicht länger zusehen, wie einem Großteil der Weltbevölkerung das Leben (VON ZU VIELEN SEITEN) unerträglich schwer gemacht wird, während wir kopfschüttelnd und gelähmt daneben stehen und gaffen. Es geht mir nicht darum, einen ebenso unzeitgemäßen BullshitFeminismus à la Alice Schwarzer wieder zu beleben, denn die hat nun wirklich mehr als einmal bewiesen, dass sie besser daran täte, einfach mal ihren zu weit nach rechts gerutschten Schnabel zu halten. Es geht darum, einmal kurz innezuhalten, eine Bestandsaufnahme zu machen und dem Status Quo ein für alle Mal den Kampf anzusagen.

Ich sträube mich entschieden dagegen, Männer als triebgesteuerte Idioten darzustellen, denn das ist zum Einen weder gerecht noch haltbar und zum Anderen macht es hochgradig hilf- und machtlos. Darüberhinaus ist es alles andere als lösungsorientiert! Ich sträube mich aber genauso entschieden dagegen, ein Leben in Angst zu führen und mich zukünftig noch öfter unwohl im öffentlichen Raum zu fühlen. Dies ist daher auch ein Aufruf zu mehr Zivilcourage und zu mehr Mut. Mut die eingetretenen Pfade zu verlassen, dem Shitstorm entgegenzutreten und aus ihm etwas ganz neues zu erschaffen – eine Gleichberechtigung und Anerkennung von Frauen* und einer Begegnung auf Augenhöhe, die wir alle mehr als bitter nötig haben.

Ich verbleibe mit der Bitte um eure Stellungnahme, aber bitte nach vorherigem, intensivem Nachdenken und mindestens 30 minütiger Recherche, nebst angemessenem verbalen Verhaltenscodex! Gerne hier, bei Facebook, oder privat an hello@rawberryvegan.de

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Categories: Allgemein

Author: Sophia

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8 comments

  1. Jenni says:

    Wow – ich bin tief beeindruckt. Und gerührt.

    Das sind wahre Worte, Worte wie sie mir auch ab und zu durch den Kopf gehen. Du hast mit diesem Artikel eine Stellungnahme geschaffen, die ich voll und ganz unterscheibe und die ich absolut teilenswert finde.

    Großes Lob dafür!

    Ich persönlich bin auch immer wieder schockiert darüber, wie alltäglich Diskriminierung von Frauen noch immer in dieser sich für so liberal haltenden Gesellschaft ist. Und wie wenig darüber gesprochen und geschrieben wird – weil es niemandem auffällt? Oder weil man Probleme einfach wegdiskutiert? Oder verdrängt?
    Dein Artikel leistet einen wertvollen Beitrag dazu, dass das nicht so bleibt.

    Zum Thema des angeblich triebgesteurten Muslims: Der fluter behandelt in der derzeitigen Ausgabe das Thema “Geschlechter” – da sind ein paar wirklich gute Artikel drin, vielleicht interessieren sie dich ja. Vor allem der Artikel “Was wir nicht sehen. Muslime unterdrücken ihre Frauen. Ein Vorurteil, das weniger über den Islam aussagt – und mehr über unser geschöntes Selbstbild.” ist in diesem Zusammenhang absolut lesenswert. Weil man Religion und das Verhalten einzelner Pöbler nicht in einen Hut werfen darf.
    In der Online-Version findest du ihn hier: http://www.fluter.de/de/154/thema/13921/

    Auf dass die Welt bald ein besserer Ort werde – für uns alle!

    Liebe Grüße
    Jenni

  2. Lea says:

    Ich bin grad über indyvegan auf deinen Artikel aufmerksam geworden. Ich finde deinen Artikel sehr ermutigend, da man sich sehr schnell alleine fühlen als Feministin (auch gerade wenn man sich offen im Internet als solche deklariert). Auf jeden Fall: Vielen Dank.

  3. Mia says:

    Hallo Sophia,

    könntest du bitte mal näher erläutern, warum wir einen “neuen Feminismus” brauchen? Ist der jetzige veraltet und wenn ja, warum? Da du Alice Schwarzer erwähnst, bin ich unsicher ob deine Forderung nach einem “neuen Feminismus” auf der Annahme beruht, Alice Schwarzer verkörpere DEN Feminismus. Und was meinst du mit einem “Revival des Feminismus”?

    Mir, als Altfeministin (bitte nicht mit Alice-Schwarzer-Feminismus verwechseln, “alt” bezieht sich auf meinen jahrzehntelangen Aktivismus) ist einiges von dem, was du schreibst, unklar. Möglicherweise liegt das daran, dass du dich noch nicht allzu lange mit Feminsimus beschäftigst. Deshalb frage ich nach. Soll kein Vorwurf sein, im Netz wird man ja schnell falsch verstanden. 🙂 Und schön, dass du zum Feminismus gefunden hast.

    Liebe Grüße

    • Sophia says:

      Hallo Mia,
      ich denke, dass viele beim Terminus “Feminismus” die Verbindung zu Schwarzer machen und das Wort U.A. AUCH daher eine so negative Konnotation hat. Leider ist das Wort so in Verruf geraten durch Dogma und starre Konventionen die m.E.n immer sehr spalterisch und wenig sinnvoll waren. Ich denke wir müssen alle mit einbeziehen, wenn wir etwas neues schaffen möchten – denn bis jetzt hat sich an der Tiefe des Problem nicht so viel verändert, wie ich finde.
      Entschuldige die späte Antwort und ja, ich muss alle Kommentare manuell freischalten, da das Spamaufkommen doch oft sehr hoch sein kann.
      Danke für dein Feedback!

  4. Mia says:

    Ich habe am Samstag einen Kommentar geschrieben. Ging der verloren? Oder warst du seither nicht online, um ihn freizuschalten?

  5. payoli says:

    Sorry, aber ich lese aus Deinem Text Null Lösungsansatz raus. Das ist schade, denn das Thema ist wichtig. Wichtiger als die allermeisten glauben. Wir haben nämlich durch unsere sogenannte Zivilisation unser Paradies verloren und verspielt. Es ist uns ‘gelungen’ so ziemlich alles falsch, das heißt dümmer oder schlechter als es die Primaten tun, zu machen. Das hört natürlich niemand gerne 🙂
    Deshalb habe ich mich bei meiner Arbeit auf 4 Themenbereiche reduziert: Ernährung, Bewegung, Mentales und Soziales. Und – tatatataaaaaaa!! Wer hätte das gedacht!? – eindeutig das Soziale, mit natürlich Sexualität und Liebe, lässt sich am schwierigsten den Urparadies- Versionen anpassen. Wir können es nämlich drehen und wenden wie wir wollen, wir sind tief in uns soziale ‘Gruppentiere’. Doch das heute umzusetzen gelingt nur sehr schwer. Zu fest sitzen all unsere, uns von Kirchen und anderen Obrigkeiten, fest über die Augen gezogenen Narrenkappen. Und, um spät aber doch noch den Bogen zu Deinem Text zu kriegen: Daran kratzen selbst radikalste feministische Bemühungen praktisch nicht.
    Liebe Grüße vom
    payoli

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