Warum jeder Schritt zählt – Nachhaltigkeit 2.0 / Anzeige

  Posted on   by   No comments

Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung wechseln können

“Masterarbeit adé, neues Leben juchee” hieß es für mich in den letzten Wochen und zwischen warten und hoffen auf gute Ergebnisse und die so lang ersehnte Entspannung, hatten auch seit langem einmal wieder ein paar frische neue Gedanken, Zeit und Platz sich in meinem Kopf einzufinden. Inzwischen sind es schon fünf Wochen, in denen ich nicht schon morgens extrem abgekämpft aufstehe und darauf hoffe, dass die Tage bis zur Abgabe möglichst schnell vergehen, um wieder Zeit zu haben. Zeit für die Dinge die mich wirklich antreiben und die mir neue Perspektiven auf mein Leben geben. Zeit für meine Freunde, meine Familie, für Selbstliebe, Aktivismus und die Beantwortung der Frage, ob das was ich bis jetzt geleistet habe wirklich genug ist, ich genug bin. Was dem Stress und der langsam aber sicher wachsenden Erschöpfung folgte, war eigentlich noch ernüchternder: komplette Leere und die Frage nach dem Sinn.

Ich fühlte mich zeitweise wie von einem Dementoren geküsst, ausgesaugt und meiner Ressourcen beraubt, nur um auf dieses eine Ziel hinzuarbeiten und auf dem Weg dorthin immer wieder zu spüren, das alle anderen den Spaß ihres Lebens zu haben schienen. Auch die Trauer über den viel zu kurzen Sommer, den ich zum Großteil am Schreibtisch verbracht habe und die vielen Projekte, deren Verwirklichung ich immer wieder vertagen musste, weil ich neben dieser einen, allumfassenden Aufgabe namens Masterarbeit höchstens noch die Zeit hatte, mich von Serien berieseln zu lassen, um zumindest für einen kurzen Moment den Kopf ausschalten zu können. Das allerschlimmste jedoch waren die Nachfragen meines Umfeldes, sowohl analog als auch digital, die von “Wann bist du endlich fertig?” und “Wann kommst du denn mal wieder vorbei” über “Was passiert eigentlich mit deinem Blog?” bis hin zur alles entscheidenden und tödlichen Frage für jemanden mit meinem Stresspegel, “Was passiert danach?”.


It’s o.k. to live a life others don’t understand

Über das “Danach” in dem ich mich jetzt gerade befinde, kann ich mich wider Erwarten allerdings wirklich nicht beklagen. Ich habe das Glück durch die harte Arbeit der letzten Jahre in fast allen Bereichen meines Lebens sagen zu können, dass ich tatsächlich etwas geschafft (und geschaffen) habe, auf das ich stolz sein kann und das mir nun in der Übergangszeit zwischen Studium und dem “Danach”, eine Phase der inneren und äußeren Inventur ermöglicht. Warum ich euch das nun alles erzähle? Weil ich es inzwischen wieder kann und die Erkenntnis darüber, dass ich eben doch genug bin und das die Zeiten im Leben, in denen alles unsicher scheint und der luftleere Raum zwischen den Ohren eher bedrohlich denn konstruktiv wirkt, vor allem die Zeiten sind, in denen neues entstehen und sich das Chaos überhaupt erst lichten kann. Ähnlich wie in einem Aquarium, in dem Sand aufgewirbelt worden ist.

Und da ich gerade schon beim Sand aufwirbeln bin, gab es neben der ganzen Suche nach Sinn, natürlich auch ein paar grandiose Momente in der letzten Zeit. Zum einen habe ich vor kurzem die preisgekröhnte Doku Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen gesehen, die in Zeiten der stumpfen Berieselung, eine gelungene Abwechslung in meinen Alltag gebracht hat und die in der Reihe der Bestandsaufnahmen und apokalyptischen Endzeitszenarien über unsere Welt eindeutig gegen den Strom schwimmt. Es geht um die Porträtierung von Projekten, Unternehmen und sozialen Zusammenschlüssen, deren erklärtes Ziel es ist, nachhaltiger zu wirtschaften, bestehende Ressourcen effizienter zu nutzen und wiederzuverwerten und vor allem zu zeigen, dass die Nachhaltigkeitsbewegung inzwischen weltweit verbreitet ist und in kleinen (oder größeren) Mikrokosmen tatsächlich einen Unterschied macht. Auch wenn ich nicht alle vorgestellten Ansätze 100%ig unterschreiben würde (Austausch herzlich erwünscht!), hat mich die Dramaturgie und positive Rethorik des Filmprojekts begeistert und mich mal wieder darauf gestoßen, dass es viele Menschen gibt, die im Augenblick daran arbeiten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, neue Perspektiven für ein nachhaltigeres Zusammenleben zu entwickeln und diese auch wirklich umsetzen, anstatt sich auf eine Umkehr der Politik oder anderer entscheidender Rahmenbedingungen zu verlassen und damit auf der reinen Benennungsebene bleiben. Wir sind als Menschheit definitiv im Begriff dazu, Technologien und Maßnahmen zu verfolgen, die ein globales, umweltbewusstes und gerechtes Leben für alle ermöglichen könnten – wir müssen nur anfangen.


Ocean in a bottle – Nachhaltigkeit 2.0

Während sich mein Einzugsbereich in den letzten 6 Monaten also auf den Raum zwischen meinem Schreibtisch und meiner derzeit halbleeren Kaffekanne beschränkte, hatte ich die wundervolle Gelegenheit mal wieder selbst aktiv in Sachen Nachhaltigkeit zu werden. Zusammen mit einigen Bloggerinnen ging es für mich Ende September an die Ostsee, wo ich (wenn auch eher symbolisch) an einem BeachClean Up mit SurfRider teilnehmen durfte und darüberhinaus einiges über nachhaltiges Unternehmertum und corporate responsibility bei Ecover lernen konnte. “Symbolisch” war die Aktion für mich vor allem, weil die Strände hierzulande verhältnismäßig clean sind, anders als ich es in anderen Teilen der Welt bereits erleben musste. Dennoch fand sich auch hier nach etwa 2 Stunden aufräumen, ein buntes Potpourri an Plastikteilen und ganzen Verpackungen, Spielzeug, Kronkorken, Kippenstummeln und sogar Kleidungsstücken, die erst bei näherem Hinsehen auftauchten.


v.r.n.l. Melina Esmeralda, MelinaMandarini, Luise Morgen, Ich, Justinekeptcalmandwentvegan, MindtGreen, Andrea Morgenstern, Talisa Minoush

Besonders genossen habe ich während des Events vor allem den Austausch mit meinen Bloggerkolleg*innen, über unsere ganz persönlichen Grenzen und Maxime des nachhaltigen Lebens und die Rolle als “Sprachrohr” für die Vielfalt der kleinen Schritte, die man im Alltag tun kann, dazu aber an anderer Stelle mehr. Im Fokus der Veranstaltung stand einer von diesen vielen kleinen bedeutenden Schritten, nämlich die Ocean Bottle von Ecover. Die Sonderedition des nachhaltigen Spülmittels besteht zu 50% aus Plastik, das an den Stränden Rios angespült wurde und sonst unkontrolliert in unseren Ozeanen in Kleinstbestandteile zersetzt und somit fast unwideruflich in den Kreislauf Mensch / Umwelt gelangen würde. Die anderen 50% stammen aus anderen Recyclingquellen, für die Herstellung wird also kein neues Plastik verwendet. Das Design der Flasche ist außerdem so konzipiert, dass sogar 15% weniger Plastik zur Herstellung gebraucht werden.

Die Inhaltsstoffe der gesamten Produktpalette sind außerdem pflanzlich, biologisch abbaubar und dementsprechend freundlich zu unserer Haut. Da ich selbst seit Jahren die Produkte von Ecover verwende, war ich umso begeisterter zu erfahren, dass das Traditionsunternehmen in Sachen Nachhaltigkeit, nicht nur durch seine umweltschonenden Produkte einen großen Beitrag zur Erhaltung unseres schönen Planeten leistet, sondern in ganzheitlicher Manier auch ihre Produktionsstätten an ökologischen Maßstäben orientiert, von denen die meisten Firmen meilenweit entfernt sind. So steht Ecover seit über 35 Jahren für die stetige Verbesserung ihrer ökologischen und sozialen Standards, es wird z.B. die Zusammenarbeit mit nachhaltig wirtschaftenden Zulieferern forciert, die ihre Rohstoffe aus Recyclingquellen beziehen. Die Erlöse aus der Ocean Bottle werden außerdem für gemeinnützige Projekte aufgewendet, in diesem Jahr wird z.B. Viva con Agua  mit insgesamt 40.000 Euro unterstützt, die mit dem Geld widerum für sauberes Trinkwasser in der ganzen Welt sorgen. Die Ocean Bottle ist damit also nicht nur das Ergebnis von über 5 Jahren intensiver Bestrebung die Meere ein Stück sauberer zu machen, sondern leistet indirekt auch einen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit in unserer Welt. Mit dem Kauf der formschönen Flasche, die seit dem 16. Oktober bei DM, Budny und im Ecover Online Shop erhältlich ist, könnt auch ihr Teil einer Bewegung werden, die wirklich einen Unterschied macht.


Best is yet to come.

Als Zwischenfazit und vielleicht sogar als größte Erkenntnis dieses Jahres kann ich sagen: Ich habe es satt. Ich habe es satt, mich rechtfertigen zu müssen. Rechtfertigen dafür, dass ich etwas verändern möchte und dies im kleinen oder größeren Rahmen auch tatsächlich tue und weiterhin anstrebe. Die Reaktionen auf die Tatsache, dass ich mich vegan ernähre, nachhaltig leben möchte und auch noch einen Blog darüber schreibe sind so vielfältig wie meine Themenlandschaft, doch es gibt Reaktionsmuster die sich häufen und mich unendlich nerven. Wir sind Meister*innen im zeichnen von Szenarien wie unsere Welt zugrunde gehen wird und ehrlicherweise muss ich sagen, dass es auch für mich beängstigend ist zu hören, dass es nicht mehr lange dauern wird bis die Anzahl der Fische im Meer von der Anzahl der Plastiktüten eingeholt oder gar überholt wird. Aber deswegen in Schockstarre verfallen und nichts tun? Wie oft ich schon damit konfrontiert wurde, dass Leute defensiv, ja fast beleidigt sind, wenn sie hören was ich tue. Sie suchen schnell und fast automatisch Ausreden dafür, warum sich dies, das oder jenes niemals ändern wird oder sie nie auf xyz verzichten könnten, sowieso nur zärtlich todgestreicheltes Biofleisch vom Metzger nebenan essen (gibt’s die eigentlich noch?), niemals zu Primark gehen und ganz sicher ihren Müll immer einsammeln. Und das ist auch vollkommen in Ordnung, wir sind alle Menschen und jede*r tut das was er/sie/* kann – zumindest möchte ich das glauben, denn der Gedanke nützt mir persönlich mehr, als mich dauerhaft als isolierte Weltretterin mit Außenseiterstatus zu fühlen und entlastet mich außerdem in den Momenten, in denen auch ich nicht immer meinen eigenen hohen Ansprüchen gerecht werden kann. Jeder noch so kleine Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zählt und vielleicht können wir uns langsam damit anfreunden, dass es mehr als Schwarz-Weiß-Denken und der Annahme gibt, dass ein nachhaltiges Leben nur in handwerklicher Selbstversorgung mit biodynamischer Landwirtschaft funktionieren kann, auch wenn mehr davon natürlich immer sinnvoll ist :). In der heutigen Zeit können wir zumindest schon einmal einen nachhaltigeren Konsum anstreben. Als ersten Schritt versteht sich. Und dann mal weitersehen.

// Outfit Details (alles vegan und fair) /// Shirt: Funktionschnitt // Slimfit Jeans:  Hessnatur // Cardigan: Armed Angels // Dockboots: Wills Vegan Shoes // Kette: Leaf // Brille: Antonio Verde // Uhr: Vintage via Andrea Morgenstern // Socken: Mama // Frisur: OstseeWind GmbH /

// Dieser Artikel ist in freundlicher Kooperation mit Ecover& sisterMAG entstanden //

// Photo Credits: Timo Roth (Nr. 1, 2, 4, 6, 8, 9) Die anderen sind von mir //

Categories: Allgemein

Author: Sophia

Hi!
Ich bin Sophia und hier auf rawberryvegan zeige ich dir, wie du ganz einfach zu einer gesünderen Lebensweise kommst!
Bei mir findest du Artikel, Videos und Rezepte rund um die vegane und rohe Ernährung und außerdem Tipps und Anleitungen für Yoga, Meditation und ein positives Mindset!
Wenn du mehr über mich erfahren willst, schau mal auf der About-Seite nach!

Comments

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.