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Meditation für Anfänger: wie du mit Nichtstun dein Leben veränderst!

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Der heutige Artikel kommt von Johanna von  fruityhabits.de, deren Blog vor kurzer Zeit gestartet ist! Ich freue mich euch heute einen sehr hilfreichen Artikel für alle Meditationsinteressierten, die nicht wissen wie sie eigentlich anfangen sollen.

Meditation für Anfänger: wie du mit Nichtstun dein Leben veränderst!

Kannst du andere Menschen manchmal auf Anhieb nicht leiden und du verstehst nicht, warum?

Nimmst du dir öfter Sachen vor – zum Beispiel mehr Sport zu machen oder mit dem Rauchen aufzuhören – und ärgerst dich dann über dich selbst, weil du sowieso nach ein paar Tagen oder Wochen wieder aufgibst?

Denkst du viel über die Vergangenheit nach und wünschst dir manchmal, dass alles wieder wäre wie früher, obwohl du weißt dass das nicht passieren wird?

Wenn dir das bekannt vorkommt und du dich gerne davon befreien möchtest, könnte der folgende Artikel hilfreich für dich sein!

Der Grund für deine Unzufriedenheit

Der Grund dafür, dass du dich selbst nicht verstehst und dich deshalb über dein Verhalten ärgerst ist folgender:

Die Gedanken, die unser Verstand produziert, sind der Auslöser für unser Verhalten.
Über viele unserer Gedanken sind wir uns aber gar nicht bewusst und sehen deshalb auch nicht den Zusammenhang zwischen diesen Gedanken und unserem Verhalten.

60.000 Gedanken denken wir jeden Tag!

Wie soll man sich da über jeden einzelnen bewusst sein? Zu der Antwort komme ich später.
Du kannst dir deinen Verstand vorstellen wie ein Betriebssystem auf dem Computer. Du kannst bestimmte Programme installieren, die wiederum bestimmte Funktionen haben. Die Programme sind deine Denkmuster und die Funktionen sind dein Verhalten.
Wenn wir auf die Welt kommen, ist unser Bewusstsein noch nicht ausgeprägt genug, um selbst darüber zu entscheiden, welche Programme wir installieren wollen. Deshalb entscheiden das unsere Eltern oder die anderen Bezugspersonen, von denen wir als Kinder umgeben sind. Allerdings sind die sich auch nicht immer darüber bewusst, welche Programme sie selbst verwenden und dass sie die an ihre Kinder weitergeben.

Wir wachsen also ganz automatisch mit den Programmen = Glaubenssätzen auf, die unsere Familien und unser soziales Umfeld wie Kindergärten uns weitergeben.

Und wenn wir alt genug sind, um selbst zu denken, haben wir diese Glaubenssätze meistens so verinnerlicht und als allgemeine Wahrheit akzeptiert, dass wir überhaupt nicht auf die Idee kommen, dass es auch ganz andere Programme geben könnte und dass das Leben dann völlig anders aussieht.
Ein Glaubenssatz, unter dem ich früher sehr gelitten habe, war: nur wenn ich einen akademischen Abschluss habe, kann ich ein glückliches Leben führen.

Mir war nicht bewusst, dass dieser Gedanke in meinem Verstand eingespeichert war. Trotzdem hat er dazu geführt, dass ich unbedingt an die Uni und Psychologie studieren wollte – ohne mich dabei selbst zu fragen, ob das wirklich mein eigener Wunsch ist und was ich mir davon verspreche.

Während des Studiums hab ich dann gemerkt, dass das überhaupt nicht das ist was ich will und trotzdem hat es mich viel Überwindung gekostet, es abzubrechen – mein Verstand dachte ja immer noch, dass ich mich damit auf jeden Fall ins Unglück stürze.

Heute kann ich nur sagen: das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens :)

Der Grund, warum du es nicht schaffst regelmäßig Sport zu machen, könnte also ein Programm auf deiner Festplatte sein, von dem du nichtmal weißt dass es da ist.

Was verbindest du mit Sport? Welche Gedanken kommen dir spontan in den Kopf, wenn du an Sport denkst? Welche Gefühle tauchen dabei auf?

Denkst du vielleicht „Sport machen ist total anstrengend“? Oder „Ich war schon immer unsportlich und sehe total dämlich dabei aus“? Oder „Wenn ich einen schönen Körper hätte, dann müsste ich wenigstens keinen Sport mehr machen“? Oder „Wenn ich nicht mindestens eine Stunde Sport am Tag mache, dann brauch ich erst gar nicht anfangen“?

Diese Beispiele sind super negativ und demotivierend, aber tatsächlich das, was viele Leute mit Sport verbinden. Da ist es doch kein Wunder, wenn man sich nicht dazu aufraffen kann!

Die gute Nachricht: du kannst die Programme jederzeit deinstallieren und dich bewusst für neue entscheiden :)

Was ist also die Lösung für das Problem?

Um an dem Ist-Zustand etwas zu verändern, musst du erstmal wissen, was der Ist-Zustand ist!

Das bedeutet: wenn du erkennen willst, welche Programme auf deiner Festplatte sind und wie sie dein Verhalten beeinflussen, solltest du deine Festplatte mal genauer unter die Lupe nehmen. Und das geht am besten mit

Nichtstun.

Da du gerade diesen Blogartikel liest, gehe ich davon aus dass du auch Social Media Kanäle wie Facebook oder Instagram benutzt und wahrscheinlich täglich Zeit im Internet verbringst. Das ist ja auch mittlerweile normal und an sich nichts Schlimmes.

Allerdings ist es in unserer Gesellschaft auch normal geworden, sich von morgens bis abends zu beschäftigen und jede freie Minute – ja, ich gucke auch in der Schlange an der Supermarktkasse mal eben bei Instagram rein – mit irgendeiner Information zu füllen.

Dadurch verlieren wir den Kontakt zu uns selbst.

Wir werden überschwemmt mit Nachrichten, Werbung, bunten Bildern und lustigen Videos und richten unsere Aufmerksamkeit ständig nach außen – was dabei in uns passiert, was wir denken und fühlen – nehmen wir kaum oder gar nicht mehr wahr.
Um einen Einblick in das zu bekommen, was dein Verstand den ganzen Tag treibt und zu welchem Handeln er dich bringt, musst du dir selbst erstmal die Gelegenheit dazu geben und das funktioniert nur mit Stille.
Es gibt viele Formen der Meditation und alle sind sie hilfreich. Aber die stille
Sitzmeditation ist die Autobahn Richtung Erkenntnis
– und das ist es, was du brauchst.

Warum ist Meditation so hilfreich?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass man beim Meditieren versuchen soll, nicht zu denken.

Jeder, der das mal probiert hat, wird bestätigen dass das weder Spaß macht noch besonders hilfreich ist.

Tatsächlich geht es bei der Meditation eher darum, die Gedanken zuzulassen und sie zu beobachten. Wenn du mehr Übung beim Meditieren hast, werden die Pausen zwischen den Gedanken von alleine größer werden. In diesen Momenten kannst du dann erkennen, was unter der Oberfläche ist und dich mit deinem Inneren verbinden.

Während du still da sitzt, mit geschlossenen Augen und dich einfach nur auf deinen Atem konzentrierst, werden alle möglichen Gedanken auftauchen – das ist ja auch der Job deines Verstandes und du kannst froh sein, dass er so tolle Fähigkeiten besitzt!

Außerdem bekommst du so die Gelegenheit, die Programme die da oben eingespeichert sind zu erkennen und dann zu entscheiden, ob du sie behalten möchtest oder nicht.

Dem Verstand zu sagen, er soll aufhören zu denken, wäre ungefähr so wie dem Herzmuskel zu sagen, er soll aufhören Blut ins Kreislaufsystem zu pumpen – macht wenig Sinn, oder?

Meditation für Anfänger:

Sorge dafür, dass du ungestört bist: schalte dein Handy und alle anderen Geräte lautlos

Setze dich bequem hin. Es muss nicht der Boden sein, du kannst genauso gut auf einem Stuhl sitzen. Hauptsache, dein Rücken ist dabei aufrecht und dein Atem kann frei bis in den Bauch fließen.

Stell dir einen Wecker, anfangs reichen schon 10 oder 15 Minuten. Du kannst auch eine Meditations App benutzen, die dich mit einem Gong zurückholt.

Schließe die Augen und richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem: beobachte, wie die Luft rein und raus strömt – OHNE das Atmen zu beeinflussen!

Wenn die Gedanken auftauchen, schau sie dir einzeln an. Was ist das für ein Gedanke? Versuche, ihn nicht zu bewerten, sondern nur zu beobachten. Und dann lässt du ihn einfach weiterziehen. Der nächste kommt sowieso.

Wenn du deine Gedanken beobachtest, versuche, sie in Kategorien einzuteilen: ist das zum Beispiel Nachdenken, was da gerade passiert? Oder bewertet dein Verstand Situationen / Personen? Oder macht er Pläne? Oder schwelgt er in Erinnerungen?

Ordne jeden Gedanken einer Kategorie zu und lass ihn dann gehen. Du kannst dir das auch vorstellen wie Wellen, die in deine Richtung fließen, kurz bleiben und dann wieder ins Meer raus verschwinden.

Mit der Zeit wirst du merken, dass dein Verstand bestimmte Vorlieben hat.

Meiner beschäftigt sich zum Beispiel sehr gerne damit, Pläne oder mir selbst Vorwürfe zu machen.

Und genau diese Vorlieben verraten dir, welche Programme auf deiner Festplatte gespeichert sind. Wenn du die Denkmuster deines Verstandes erkennst und dir darüber bewusst wirst, wie sie dein Verhalten bestimmen, dann hast du schon halb gewonnen!

Du hast dadurch die Freiheit, dich zu entscheiden: ist dieses Denkmuster hilfreich für mich? Bringt es mich dahin, wo ich hin möchte? Oder schadet mir diese Art zu denken?

Und mit dem neuen Denken ändert sich auch das Verhalten. Versprochen!

Indem du deine Gedanken von ‘außen’ beobachtest, distanzierst du dich außerdem von ihnen. Du machst dir damit bewusst, dass du diese Gedanken hast, aber du bestehst nicht aus diesen Gedanken – das ist ein großer Unterschied.

Du bist noch viel mehr als deine Gedanken und dein Verstand! Und durch regelmäßiges Meditieren wirst du immer mehr herausfinden, was alles in dir steckt und was deine wahren Wünsche sind.

Als ich angefangen habe regelmäßig zu meditieren, ist mir schnell aufgefallen, dass mein Verstand dazu neigt über andere Leute zu urteilen. Zum Beispiel war ich total genervt von Menschen, die viele Fragen stellen – besonders in einer Gruppe. Warum mich das so auf die Palme gebracht hat, wusste ich aber nicht.

Als ich das Muster erkannt habe, konnte ich mir die Frage stellen: warum stört mich das so?

Und die Antwort kam sofort: weil ich mir selbst nicht erlaube, viele Fragen zu stellen.
Weil ich den Anspruch an mich selber hatte, alles von alleine zu können und zu wissen. Menschen, die viele Fragen stellen, haben mich also jedes Mal unbewusst damit konfrontiert, dass ich unrealistische Ansprüche an mich selber hatte, die nicht zu erfüllen sind und mich deshalb frustriert haben.

Hier habe ich entschieden, dass mir dieses Programm (oder Denkmuster) eben nicht gut tut und ich mir dadurch sogar selbst im Weg stehe. Also habe ich bewusst die Entscheidung getroffen, mich davon zu trennen. Ja, das geht so einfach.

Und du kannst das auch!

Statt „Ich war schon immer unsportlich und sehe total dämlich dabei aus“ könntest du dich für „Bewegungen fallen mir leicht und machen mir großen Spaß!“ entscheiden.
Je nachdem wie fest verankert ein Denkmuster in deinem Verstand ist, kann es sein, dass du dich ein paar Mal mental davon trennen musst, aber es funktioniert auf jeden Fall.

Wichtig ist, dass du für das gelöschte Programm ein neues ‘installierst’. Welches Denken möchtest du stattdessen gerne haben? Formuliere einen klaren, einfachen Satz und sage ihn dir mehrmals täglich vor. Am besten laut.

In meinem Beispiel habe ich mich für „Ich erlaube mir, Fragen zu stellen und Andere um Hilfe zu bitten“ entschieden.
Die Wirkung dieser bewussten Entscheidung hat sich sehr schnell gezeigt:

es macht mir Nichts mehr aus, wenn andere Leute viele Fragen stellen
ich frage selbst öfter nach und mache mir dadurch das Leben leichter

Um Buddha zu zitieren:

Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken machen wir die Welt.
Um auf die Frage vom Anfang zurückzukommen: du brauchst also gar nicht jeden einzelnen deiner 60.000 täglichen Gedanken bewusst wahrzunehmen! Es reicht, wenn du wiederkehrende Muster erkennst und dich bewusst dafür entscheidest, ob du sie behalten möchtest, oder nicht :)
Wenn du noch mehr Tipps möchtest, wie du dein Leben mehr nach deinen Vorstellungen gestalten kannst, dann schau doch mal hier vorbei.

Mit welchen Gedanken machst du deine Welt? Hast du schon Erfahrung mit Meditation?

Ich freue mich auf deine Kommentare.

Lass uns gemeinsam das Leben gestalten!

Alles Liebe

Johanna

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Das wunderschöne Titelbild ist mal wieder von Anna <3

Categories: Allgemein

Author: Sophia

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Ich bin Sophia und hier auf rawberryvegan zeige ich dir, wie du ganz einfach zu einer gesünderen Lebensweise kommst!
Bei mir findest du Artikel, Videos und Rezepte rund um die vegane und rohe Ernährung und außerdem Tipps und Anleitungen für Yoga, Meditation und ein positives Mindset!
Wenn du mehr über mich erfahren willst, schau mal auf der About-Seite nach!

11 comments

  1. Sandra Rumal sagt:

    Sehr schöner Artikel, fasst alles noch mal wunderbar zusammen. Eine geniale Inspiration für Anfänger!
    Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema Meditation und habe begonnen Videos zu illustrieren u.a. auch zum Thema “Meditation für Anfänger”. Ist nicht so ausführlich wie dieser wunderbare Artikel und dagegen wohl eher etwas zum Schmunzeln. Gerne würde ich diesen tollen Artikel unter meinem Video verlinken, wenn das okay ist für Dich Johanna? Hier geht es zu meinem Kanal, falls Du schauen magst, liebe Johanna. Freu mich mehr von Dir zu lesen.
    Habe gerade erst angefangen mit YouTube Videos, daher bin ich noch in der “Lernphase” also nicht wundern 😉
    http://bit.ly/1Njp4Ne
    Liebe Grüße
    Sandra Rumal

  2. Bettina sagt:

    Was du hier als eine Variante des Meditierens beschreibst macht viel Sinn, und ja, es ist wirklich außerordentlich lohnend, sich über die eigenen Gedanken-Muster bewusst zu werden. Eine andere Möglichkeit gerade für den Anfang ist aber auch besonders die Wahrnehmung des eigenen Körpers. Das ist ein ganz anderer Ansatz der über die Sinne läuft, aber für viele sicher noch leichter. Dadurch bekommt man nicht nur auch einen hervorragenden Zugang zu sich selbst und den eigenen Gefühlen, sondern erzeugt auch automatisch immer mehr “Stille” im Kopf. (-; Das wollte ich gern noch ergänzen.

    • Johanna sagt:

      Hallo Bettina,
      genau, es gibt ja ganz unterschiedliche Methoden der Meditation und jeder muss sowieso für sich herausfinden, auf welche Art und Weise er den besten Zugang bekommt :)

  3. Das Passt. Meditation ist mal wieder mein Thema. Im Alltag schiebe ich es oft vor mir her. Dabei ist es das Wichtigste. Danke für die tollen Tipps. Ich übe schon beim Zähneputzen oder in der ersten Stunde nach dem Aufstehen wirklich bewusst zu sein. Es gelingt immer öfter. LG Antje

  4. Jan sagt:

    Wow, was ein ausführlicher und toller Artikel. Vielen Dank dafür. Ich selbst mache auch eine Art Meditation, die aber völlig frei von Vorgaben ist. Am besten funktioniert das für mich übrigens beim Spazieren 😉

    Liebe Grüße
    Jan

    • Johanna sagt:

      Hallo Jan,
      danke für deinen Kommentar.

      Ich denke auch, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, wie er am besten zu sich kommen kann. Manchen Leuten hilft es am Anfang, eine Guideline zu bekommen, bis sie sich selbst orientieren können, andere sind da einfach direkt sehr intuitiv. Es freut mich, dass du einen guten Weg für dich gefunden hast :)

  5. Hallo, ja wichtiger Artikel, super. Ich habe auch die passende Musik dazu, die uns auch hilft uns selbst zu spüren und unsere gehirnwellen verlangsamt:
    http://klangheilraum.de/downloads-loslassen-mit-monochord/

    Aber kennt hier jemand auch Glaubenssätze zum Nichtstun???

    Vielleicht auch für einige interessant, deren Gedanken sich einfach nicht zähmen oder beobachten lassen.
    Alles Liebe
    Anke

  6. […] bin, was ich gerade eigentlich will und wo mein Weg hinführt, kann Meditation erden und helfen. Tipps für Anfänger gibt es zum Beispiel bei der lieben […]

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