Fairfashion Guide: 14 Labels to watch – ein winterliches Lookbook

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Nach nun etwas über 2 Jahren Suche nach bezahlbarer Fairfashion und der Umgestaltung meines Kleiderschranks auf eine minimalistische, nachhaltige Garderobe kann ich durchaus sagen: Es ist nicht so einfach! Gerade im Bereich EcoMode gibt es leider noch “zu viele Hürden” wie hohe Preise, schlecht sitzende Teile und eine geringe Auswahl an wirklich modischen Alternativen zum Textilschweden und seinen FastFashion- Schwestern. Die Nachfrage nach genau diesen nachhaltigen Teilen ist jedoch ungebrochen – Tendenz steigend! Was natürlich großartig ist. Gerade wenn man wie ich, eine etwas spezielle Figur hat (haben wir die nicht alle?) ist es umso schwerer, gleichzeitig einen eigenen Stil zu entwickeln und diesen dann auch noch nachhaltig ausleben zu können. Immer wieder streife ich daher zusätzlich zu den Fairfashion Online Shops, die ich euch gleich vorstellen werde, auch durch alle möglichen Second Hand Läden und schaue natürlich auch auf Kleiderkreisel. Inzwischen habe ich also aufgrund meines ausgeprägten Wunsches nach einem optimierten Kleiderschrank so einige Fehlkäufe hinter mir, ebenso hat sich aber eine kleine aber feine Sammlung von Labels herauskristallisiert, die sowohl in Qualität und Style als auch in der Preisgestaltung für mich stimmig sind. Et Voilà:

Outfit 1 : Der Nobrainer // Cardiganliebe und endlich warme Winterboots //

Mein absolutes Lieblingsoutfit für diesen Winter besteht eindeutig aus diesen Teilen:

Cardigan Seval (!! Wolle/BioBaumwolle) : Armed Angels

Armed Angels ist für mich meist die erste Go-to Seite, da das nachhaltige Traditionsunternehmen inzwischen einfach alles hat was das Fairfashion Herz höher schlägen lässt. Dabei können sie was das Repertoire an Frauen- Männer- und Kinderkleidung angeht, tatsächlich mit den großen bekannten Marken mithalten, produzieren in Europa und setzen sich außerdem für eine wirklich nachhaltige Wollproduktion ein. Die Preisspannen sind mit normaler Markenkleidung zu vergleichen.

Fjordastic Pullover: Bleed Clothing

Vom Label Bleed habe ich euch schon einige Teile vorgestellt, sie produzieren nicht nur fair, sondern auch komplett vegan und bieten hochwertige Kleidung für Männer und Frauen an. Ich mag hier vor allem die gut sitzenden Jeans (s.u.) und die Jacken, von denen ich inzwischen auch zwei besitze. Für diesen Winter ist außerdem noch dieser wunderschöne und sehr leichte Strickpulli in meine Capsulewardrobe gewandert! Ein Teil das sich bestimmt auch unter dem Weihnachtsbaum gut macht!

Jeans in Lederoptik: H&M via Kleiderkreisel // Eco Alternative: Aritzia

Aritzia gehört nicht zu den klassisch nachhaltigen Unternehmen und produzieren weiterhin in Asien, aber auch in Europa und den USA. Die Lederleggings sind jedoch vegan und über die Website der Marke können zumindest die Supply Chain und die Nachhaltigkeitsbestrebungen nachvollzogen werden.

Vegane Boots: Dr. Martens 1460 vegan Black via Anifree Shoes

Mit den Dr. Martens hab ich, wie viele andere schon super lange geliebäugelt und muss sagen, dass sie wirklich alles halten was sie versprechen. Im Gegensatz zu Lederschuhen entfällt bei der veganen Variante das Einlaufen und die nervigen Blasen am Fuß. Die vegane Produktpalette wird außerdem stetig in Farbe und Form erweitert, die Highlights gibt es in einem meiner absoluten Lieblingsshops für vegane und faire Schuhe: Anifree Shoes, hier bleibt wirklich kein Schuhwunsch unerfüllt!


Outfit 2: Classy und zeitlos // das kleine schwarze und die vegane Bucket-Bag //

Manchmal hab ich Bock auf Kleidchen und das jede Frau ein gut sitzendes kleines schwarzes braucht ist glaube ich inzwischen klar. Das hier gezeigte ist Second Hand und mit einem fairen Turtleneck Body von Erlich Textil kombiniert. Eine sehr ähnliche Alternative gibt’s bei einem weiteren Lieblingslabel aus Deutschland: Lovjoi,  die inzwischen auch Kleidung für Männer herstellen und komplett in Deutschland produzieren. Die Schnitte sind zeitlos und sitzen großartig und die Qualität ist für mich unschlagbar.

Cardigan LUSA : ArmedAngels

Bucketbag Livia: Matt and Nat

Da ich seit Ewigkeiten nach einer schönen veganen Tasche bzw. einem Rucksack gesucht habe, war ich total happy, als mich Mattn Nat gefragt hat, ob ich eine Tasche ihrer neuen Kollektion promoten wolle – ich versteh die Frage nicht! 😀 Mattn Nat produzieren fair, komplett vegan und das Innenmaterial aller angefertigten Taschen ist sogar recycelt. Dazu kommt, dass die Designs einfach unglaublich schön sind und das Label für mich tatsächlich das einzige ist, das dieses Handwerk wirklich beherrscht!

Bommelmütze: Bleed


Outfit 3: Casual Chic // Mehr Cardigan Liebe und eine Bluse mit humanistischem Ideal //

Da ich jetzt Lehrerin bin (hab ich das grade wirklich gesagt?), brauchte ich dringend mehr klassische Teile, die aber nicht übertrieben sind. Besonders habe ich mich deshalb über die Anfrage von Eyd Clothing gefreut. Das relativ junge Label ist der Nachfolger des Glimpse Projektes, die Beteiligten sind also seit Jahren im Fair Fashion Geschäft und haben mit Eyd ein neues Label mit noch größerem humanitärem Anspruch geschaffen. Alle Kollektionen werden in kleinen Nähereien in Indien gefertigt, deren Mitarbeiter*innen meistens aus einem gewalttätigen Familienumfeld oder aus der Zwangsprostitution herausgeholt werden und ein neues Leben beginnen konnten. Die leichte Denimbluse MULA ist zugegebenermaßen nicht ganz pflegeleicht, dafür aber unfassbar weich und besteht aus 100% Lyocell. Passend zu den winterlichen Temperaturen kommt auch hier wieder ein Cardigan ins Spiel, diesmal mit Fleecefütterung und von dem kleinen bayrischen fairfashion Label Degree Clothing, deren minimalistische Designs immer mit kleinen verspielten Details aufwarten, wie hier mit nur einer aufgesetzen Tasche an der Seite. Ein weiterer zeitloser Klassiker sind für mich die weißen Adidas Superstars, die ich schon als Kind getragen habe und sie jetzt auf Kleiderkreisel unglaublich günstig und quasi ungetragen wieder gefunden habe!

Hier sind noch einige weitere Fairfashion Labels, deren Kleidung ich uneingeschränkt empfehlen kann, die Liste wird stetig erweitert. Zu anderen Labels kann ich leider zur Zeit noch keine Meinung abgeben, aber ich denke bei dieser Auswahl ist für jede*n etwas dabei. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden:

Jan’nJune // Hamburger Label mit sehr günstigen Preisen und großartigem Style für Frauen //

HessNatur // Nachhaltiges Vollsortiment für Männer, Frauen und Kinder //

Erlich Textil // Eco Underwear für alle Geschlechter, die nicht nur super angenehm auf der Haut, sondern auch sexy ist //

Samsoe // Dänische nachhaltige Unterwäsche mit Sexappeal, gibt’s z.B. bei KaufdichGlücklich //

Recolution // Hamburger Label für Lounge & Knitwear //

Recyclistworkshop // Alle Kleidungsstücke werden aus recycleten Materialien hergestellt, das schont die Umwelt und ist mal was anderes Biobaumwolle, die trotzdem noch einen riesigen Wasserverbrauch hat //

 

Categories: Allgemein

Author: Sophia

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2 comments

  1. Jenni says:

    Liebe Sophia,

    diese Bilderreihe an Inspiration finde ich sehr gelungen – und es sind in der Tat einige Shops dabei, von denen ich noch gar nicht gehört hatte!
    Danke dir daher für die Sortiments-Erweiterung! 🙂

    Dass Fair Fashion noch ein bisschen aufzuholen hat, um tatsächlich den konventionellen Labels Konkurrenz machen zu können, stimmt leider – aber ich finde perönlich immer total schnell schöne und gut passende Sachen bei fairen Marken, die auch lange gut tragbar sind.
    Ich freue mich dennoch sehr, wenn Fair Fashion irgendwann Norm und nicht Ausnahme bleiben wird.

    Liebe Grüße
    Jenni

    • Sophia says:

      Liebe Jenni,
      vielen Dank für dein Feedback. Ich muss leider sagen, dass es mir leider ganz und gar nicht so geht! Viel zu viele Fehlkäufe, weil die Dinge dann doch nicht gesessen haben wie sie sollten und daher doch wieder nur rum lagen – inzwischen wird es aber Stück für Stück besser und ich weiß auch viel mehr wonach ich eigentlich genau suche.

      Beste Grüße aus Bremen,
      Sophia

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