6 einfache Tipps für umweltfreundliches waschen

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Wusstest du, dass

“etwa 630.000 Tonnen Waschmittel jährlich in Deutschland verbraucht werden? Umgerechnet verbraucht jeder Einwohner fast 8 Kilogramm Waschmittel im Jahr. Hinzu kommen Weichspüler und weitere Waschhilfsmittel und Wäschepflegemittel, insgesamt sind das etwa 220.000 Tonnen pro Jahr.”  (Umweltbundesamt)

Das sind unvorstellbare Mengen an Chemikalien und nicht-abbaubaren Substanzen die in unser Grundwasser gelangen und mühevoll wieder herausgefiltert werden müssen. Im Zuge meiner Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit Umweltschutz- und Globalisierungsthemen kam ich nicht umhin mich zu fragen, was man noch alles tun kann, um den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich zu halten. Da du, wie ich, wahrscheinlich zu den Menschen gehörst, die regelmäßig ihre Wäsche waschen 🙂 habe ich es mir heute zur Aufgabe gemacht, ein paar super einfache und schnell umsetzbare Tipps für umweltfreundliches waschen zusammenzutragen, denn sind wir mal ganz ehrlich wer sucht nicht nach möglichst einfachen Methoden seiner Umwelt etwas gutes zu tun?

Tipp Nr. 1 : Weniger waschen

Überraschung: Nicht jedes Kleidungsstück muss nach jedem Tragen gewaschen werden (außer natürlich Unterwäsche und Sportkleidung, aber das setze ich hier mal voraus 🙂 ) Das ist zum Einen gut für die Umwelt, zum Anderen aber auch gut für deine Kleidung, die dadurch nicht unnötigerweise in Mitleidenschaft gezogen wird! Und mal so ganz nebenbei wir Veganer*innen duften ja eh nur nach Rosen!

Tipp Nr. 2 : Weniger Waschmittel

Viel hilft viel ? Mit Nichten! Die Dosierungsanleitung auf Waschmitteln und Co. sind nicht umsonst auf der Verpackung mitgeliefert, denn und du wirst es kaum glauben, zu viel Waschmittel verbraucht viel mehr Strom! Die überschüssige Seife muss nämlich von der Maschine durch längere Waschgänge ausgeglichen und abgepumpt werden, das macht sich auf deiner Stromrechnung bemerkbar und ist dazu noch eine völlig unnötige Umweltbelastung. Wenn du also wie ich (bis vor einiger Zeit) immer so “pi mal daumen” Waschmittel in die Trommel gepustet hast, denk das nächste mal vielleicht noch einmal nach und lies die auf der Verpackung stehenden Dosierungsanleitungen für den jeweiligen Verschmutzungsgrad. Spoileralarm: Dasselbe gilt übrigens für Weichspüler, die sind nicht nur nahezu unnötig, sie können auf Dauer z.B. auch die Saugwirkung von Handtüchern verringern und wer will sich schon freiwillig drei Stunden trockenrubbeln oder gar jeden Monat neue Handtücher kaufen? Minimalistisch ist das jedenfalls nicht!

Tipp Nr. 3 : die Waschmaschine voll machen

Mal eben die Lieblingsjeans waschen um sie abends zur Party zu tragen? Umweltfreundliches Waschen geht anders! Passend zu Tipp Nr. 1 gilt hier: Mehr ist besser ! 🙂 Also lieber nicht so oft waschen und dafür die Maschine voll machen, die kann dann 1. besser schleudern und du hast nur 1-2 in der Woche die Ehre die Wäsche zu machen.

Tipp Nr.4 : kälter waschen

Ja, du hast richtig gehört! Kälter zu waschen ist der neue Trend! 30-40° sind für die meisten Kleidungststücke vollkommen ausreichend und moderne Waschmittel sind für diese Temperaturen absolut ausgelegt! Mikroorganismen in Bett- und Unterwäsche überleben übrigens auch bei 60° längst nicht mehr – Kochwäsche wird also überflüssig. Bei stark verschmutzter Wäsche ist es außerdem ratsamer, die Flecken einfach vorzubehandeln, wie zum Beispiel mit diesem biologischen Fleckenmittel der Firma Sonett.

Tipp Nr. 5 : umweltverträgliche Waschmittel

Umweltfreundliches Waschen war noch nie so einfach – dank neuartiger Waschmittel auf pflanzlicher Basis wird umweltfreundliches waschen für jedermensch zugänglich und das beste – die biologisch abbaubaren Waschmittel sind meistens viel ergiebiger. Ich habe mich vor kurzem in dieses Feinwaschmittel hier verliebt, weil es auf Olivenöl- und Zuckerbasis und damit zu 100% biologisch abbaubar und somit um ein vielfaches umweltverträglicher als herkömmliches Waschmittel ist. Hersteller wie Sonett und Ecover setzen auf schnell nachwachsende pflanzliche Ressourcen wie ätherische und pflanzliche Öle, Zuckertenside und natürliche Sapponine (Seifen). Sie sind außerdem bemüht, auch ihre Verpackungen so weit möglich, recyclebar zu gestalten, um rundum ökologisch sinnvolle Prodokute anbieten zu können. Ich bin außerdem von den Firmenphilosphien begeistert – es werden keine tierischen Inhaltstoffe verwendet und natürlich werden die Produkte auch nicht an Tieren getestet! Ecover hat im Januar diesen Jahres (2015)  sogar das Testurteil “gut” von Ökotest erhalten. Wenn dir das alles zu teuer und zu fancy ist, kannst du auch gerne auf Waschnüsse oder einfach auf Kastanien zurückgreifen, wie Nicol von veganpowergirl in diesem Video hier eindrucksvoll beweist!

Tipp Nr. 6 : Wäsche an der Luft trocknen

Last but not least – und sicher hast du dir diesen Punkt schon insgeheim selbst gedacht: Es ist besser die Wäsche an der Luft zu trocknen, als im Trockner. Trockner fressen Strom und stoßen somit CO2 aus. Im Sommer sollte die Wäsche so oder so draußen auf der Leine zum trocknen aufgehängt werden und selbst im Winter kann in der kleinsten Schuhschachtel (wie bei mir 🙂 ) mit z.B. so einem Mini-Wäscheständer die Wäsche bequem getrocknet werden, ohne die Umwelt unnötig zu belasten!

6 einfache Tipps für eine saubere Umwelt

Ich hoffe ich konnte dir mit diesen 6 einfachen Tipps für umweltfreundliches Waschen ein wenig weiterhelfen und würde mich riesig freuen, wenn du diesen Artikel – natürlich der Umwelt zuliebe! – mit deinen Freunden teilen würdest! Mein Geschirr wasche ich übrigens fast ausschließlich nur mit Wasser ab, dass ist bei einer Rohkostlastigen Ernährung sowieso am einfachsten und wenn ich doch mal was einweichen muss, dann übernimmt das für mich der gute alte Frosch.

Gerne kannst du auch mir auch auf meinen anderen sozialen Netzwerken folgen, oder mir eine Mail schreiben! Ich freue mich auf eure Kommentare und Feedback zu meiner Seite! Wenn ihr Fragen oder Anregungen habt, schreibt mir unter hello@rawberryvegan.de und folgt mir natürlich auf Facebook, Instagram, Youtube, Snapchat und Twitter – neuerdings bin auch auf Periscope – überall natürlich unter : rawberryvegan

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Author: Sophia

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Ich bin Sophia und hier auf rawberryvegan zeige ich dir, wie du ganz einfach zu einer gesünderen Lebensweise kommst!
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5 comments

  1. Belinda says:

    Liebe Sophia,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich bin auch ein riesen Fan von Sonett, Ecover und Klar – in meinen Haushalt kommt nix anderes mehr: von Spülseife über WC-Reiniger, Scheuermilch und Waschpulver. Ich wasche Geschirr immer kalt und Wäsche im Öko-Programm bei 40 Grad. Trocknung in der Wohnung läuft eh von selbst und erhöht etwas die Luftfeuchtigkeit, was vor allem im Sommer sehr angenehm ist 🙂 Aber Waschnüsse kann ich nicht empfehlen, habs ausprobiert und war vom nicht vorhandenen Ergebnis wenig begeistert.

    Liebe Grüße
    Belinda

  2. Ich bin ganz stolz, dass ich schon alle Tipps befolge (check) 🙂
    Ein super Artikel.

  3. Katja says:

    wichtig ist auch, die Trommel nicht zu sehr zu beladen. Je mehr Wäschestücke in der Trommel sind, desto mehr reiben sie sich aneinander und der Verschleiss geht schneller. Ich wasche \”gute\” Pullover immer einzeln, das lohnt sich.

    Wenn T-Shirts die Form verlieren, ist das eine Qualitätsfrage,wobei leider auch relativ teure Stücke so enden können.

    Am Waschmittel nicht sparen – von Billigwaschmitteln halte ich nichts, dafür sind die Kleidungsstücke einfach zu teuer.

    Ich benutze ein Vollwaschmittel (für weisse Baumwollwäsche und weisse Tischdecken), ein Buntwaschmittel, ein Feinwaschmittel und ein Wollwaschmittel (alles in flüssiger Form)

  4. Liebe Sophia,

    ich stimme dir absolut zu, Wäsche waschen ist momentan die reinste Energie- und Ressourcenverschwendung, wenn man es nicht richtig macht. Und leider sind viele Leute nicht so rücksichtsvoll auf die Umwelt und denken über solche Themen nicht so viel nach. Das halte ich für sehr schade, aber damit muss man eben umgehen. Daher ist es gerade so lobenswert, dass du mit deinem Blog in dieser Hinsicht für Aufklärung sorgst. Vielen Dank für dein Engagement! Immer noch ein hervorragender Blog, mach auf jeden Fall weiter so.

    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit,
    Jonathan Wrinkler

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